Ein Umzug in eine oder aus einer Etagenwohnung braucht etwas mehr Vorbereitung als bei einem Einfamilienhaus. Du hast es mit Treppenhäusern, Aufzügen, Laubengängen und wenig Parkplätzen zu tun. Wer das vorher gut klärt, verhindert, dass am Umzugstag plötzlich alles stillsteht.
Miss die Räume aus
Nimm ein Maßband und miss die Breite der Haustür, der Tür zum Treppenhaus, der Aufzugstür und das Innere des Aufzugs. Schau dir auch die Kurven im Treppenhaus und niedrige Decken am Treppenabsatz an. Vergleiche diese Maße mit deinen größten Möbeln: Sofa, Schrank, Bett und eventuell ein Side-by-Side-Kühlschrank.
Passt etwas gerade nicht durch, gibt es meist Lösungen. Ein Schrank lässt sich zerlegen, Füße können vom Sofa ab und eine Tür lässt sich manchmal kurz aus den Angeln heben. Weißt du das vorher, regelst du es in Ruhe statt auf der Treppe.
Aufzug: reservieren und schützen
In vielen Wohnanlagen kannst du den Aufzug über die Hausverwaltung oder die VvE (Eigentümergemeinschaft) für ein paar Stunden reservieren. Dann steht er am Umzugstag nicht ständig in einem anderen Stockwerk und du kannst ohne Unterbrechung laden. Frag auch, ob es Decken oder Schutzplatten für die Aufzugswände gibt oder ob du sie selbst mitbringen musst.
Achte auf das maximale Gewicht und die Maße. Ein langer Schrank oder eine Matratze passt nicht immer in einen kleinen Aufzug. Die gehen dann doch über die Treppe.
Kein Aufzug oder ein zu kleiner Aufzug
Ohne Aufzug wird alles durchs Treppenhaus getragen. Das kostet mehr Zeit und mehr Leute, vor allem ab dem dritten Stock. Ein Möbellift an der Außenseite des Gebäudes ist dann oft die schnellste Lösung. Er bringt Möbel und Kartons über den Balkon oder durch ein Fenster hinein.
Ob ein Möbellift möglich ist, hängt von ein paar Dingen ab:
- gibt es einen Balkon oder ein Fenster, das weit genug aufgeht;
- ist auf der Straße Platz, um den Lift aufzustellen;
- stehen keine Bäume, Kabel oder Vordächer im Weg.
Ein Umzugsunternehmen kann das vorher vor Ort beurteilen.
Parken nah an der Tür
Je näher der Umzugswagen am Eingang steht, desto weniger muss geschleppt werden. Bei Etagenwohnungen ist das oft der schwierigste Punkt: eine Tiefgarage mit niedriger Durchfahrtshöhe, ein Innenhof mit Schranke oder eine belebte Straße mit kostenpflichtigem Parken.
- Frag bei der Gemeinde nach, ob du eine Ausnahmegenehmigung (ontheffing) oder eine vorübergehende Parkgenehmigung brauchst. Jede Gemeinde regelt das anders, fang also rechtzeitig damit an.
- Frag bei der Hausverwaltung, ob ein Umzugswagen auf dem Gelände stehen darf.
- Stell am Abend vor dem Umzugstag eventuell deine eigenen Autos auf die Plätze vor der Tür, damit sie frei bleiben.
Regeln der VvE oder des Vermieters
Viele Wohnanlagen haben eine Hausordnung für Umzüge. Denk an feste Zeiten, zu denen du umziehen darfst, keine Umzüge am Sonntag oder die Pflicht, das Treppenhaus abzudecken. Lies die Hausordnung oder frag bei der Hausverwaltung nach. Dann erlebst du am Tag selbst keine Überraschungen.
Nimm Rücksicht auf die Nachbarn
Einen Umzug in einem Mehrfamilienhaus bekommen die Nachbarn immer mit. Ein Zettel im Eingangsbereich ein paar Tage vorher hilft: wann du umziehst, wie lange der Aufzug belegt ist und an wen sie sich wenden können. Halte Flure und Treppenhäuser beim Laden frei und stell keine Kartons vor die Feuertreppe oder den Notausgang.
Clever einpacken für eine Etagenwohnung
Bei vielen Treppen und einem kleinen Aufzug zählen kleine, gut tragbare Kartons doppelt. Schwere Kartons mit Büchern werden auf der Treppe schnell zum Problem. Stell die Kartons nach Raum zusammen und halte einen freien Weg zur Haustür, damit keine Umwege nötig sind.
Eine kurze Checkliste
- Türen, Aufzug und Treppenhaus ausmessen.
- Aufzug bei der Hausverwaltung oder VvE reservieren.
- Klären, ob ein Möbellift nötig und möglich ist.
- Parken mit Gemeinde und Hausverwaltung regeln.
- Hausordnung anfordern und die Nachbarn informieren.
Du bist unsicher, ob dein Sofa durchs Treppenhaus passt oder ob ein Möbellift nötig ist? Beim kostenlosen Umzugscheck schauen wir es uns gemeinsam an.
