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Wohnungsauflösung nach einem Todesfall: Schritte und Tipps

Eine Wohnung nach einem Todesfall räumst du in Schritten: festlegen, wer was darf, den Mietvertrag kündigen, sortieren, verteilen und übergeben.

Groene dijk onder een wolkenlucht

Wenn jemand stirbt, der dir nahestand, kommt viel auf dich zu. Die Wohnung zu räumen gehört dazu, und das ist mehr als eine praktische Aufgabe. Jeder Schrank weckt Erinnerungen. Mit einer klaren Reihenfolge behältst du den Überblick und verhinderst, dass Dinge schiefgehen, die sich später nicht mehr rückgängig machen lassen.

Nimm dir zuerst Zeit

Du musst nicht in der ersten Woche anfangen. Außer bei einer Mietwohnung mit kurzer Frist ist meist Raum, um zuerst die Beerdigung zu regeln und kurz durchzuatmen. Nimm aber schnell verderbliche Lebensmittel aus dem Kühlschrank, dreh die Heizung herunter, leere den Briefkasten und sorg dafür, dass die Wohnung gut abgeschlossen ist.

Wer darf was tun?

Bevor du etwas wegwirfst oder verteilst, muss klar sein, wer die Erben sind und wer den Nachlass abwickelt. Das kann ein im Testament genannter Testamentsvollstrecker sein oder die Erben gemeinsam. Oft ist dafür eine verklaring van erfrecht (Erbbescheinigung) vom Notar nötig, zum Beispiel für die Bank.

Achtung: Als Erbe kannst du ein Erbe annehmen, unter Vorbehalt annehmen (beneficiair aanvaarden) oder ausschlagen. Wenn du Sachen mitnimmst oder verkaufst, bevor du dich entschieden hast, kann das als Annahme gewertet werden, auch von eventuellen Schulden. Bist du unsicher, ob es Schulden gibt, lass dich zuerst von einem Notar beraten. Mehr Informationen findest du auch auf der Website der Rijksoverheid (niederländische Regierung) und beim Juridisch Loket (kostenlose Rechtsauskunft).

Mietwohnung: Mietvertrag kündigen

Ein Mietvertrag endet nicht automatisch mit dem Tod. Die Erben oder wer den Nachlass regelt, muss den Mietvertrag kündigen. Ruf den Vermieter an oder schreib ihm eine E-Mail und frag nach den Möglichkeiten. Viele Wohnungsbaugesellschaften haben bei einem Todesfall eine kürzere Kündigungsfrist, aber das ist je nach Vermieter verschieden. Frag auch gleich:

  • bis zu welchem Datum die Wohnung leer sein muss;
  • wann die Vorabnahme und die Endabnahme sind;
  • was bei der Übergabe zu tun ist, etwa Tapete entfernen oder Löcher schließen.

Die Übergabe selbst läuft wie bei jeder Mietwohnung. Mehr dazu liest du in Mietwohnung übergeben.

Eigentumswohnung: weniger Eile, aber laufende Kosten

Bei einer Eigentumswohnung gibt es keine Kündigungsfrist, aber Hypothek, kommunale Abgaben, Versicherungen und Energie laufen weiter. Sprich mit der Bank und der Versicherung ab, was zu tun ist, vor allem, wenn die Wohnung eine Zeit lang leer steht. Wird das Haus verkauft, bestimmt das Übergabedatum, wann es leer sein muss.

Erst suchen, dann sortieren

Fang damit an, wichtige Papiere und wertvolle Dinge zu suchen. Denk an:

  • Testament, Versicherungspolicen und Bankunterlagen;
  • Ausweis, Führerschein und Karten;
  • Schlüssel, zum Beispiel für einen Tresor, ein Auto oder einen Abstellraum;
  • Schmuck, Geld und Sammlungen;
  • Fotos, Briefe und persönliche Dokumente.

Bewahre das an einem festen Ort auf. Danach kannst du den restlichen Hausrat in drei Gruppen aufteilen: behalten oder in der Familie verteilen, verkaufen oder verschenken, und wegwerfen.

Verteilen ohne Streit

Das Verteilen ist ein heikles Thema. Legt vorher gemeinsam fest, wie ihr es macht. Ein paar Wege, die sich in der Praxis bewähren:

  1. Jeder schreibt vorher auf, welche Sachen er oder sie gern hätte.
  2. Bei Überschneidungen wählt ihr abwechselnd, oder ihr lost.
  3. Macht von wertvollen Dingen eine Liste mit geschätztem Wert, damit die Verteilung fair bleibt.
  4. Haltet die Absprachen schriftlich fest, auch bei Kleinigkeiten.

Fotografiere die Zimmer, bevor du anfängst. Das ist schön als Erinnerung und praktisch, falls später Fragen aufkommen.

Die Räumung selbst

Ist klar, was bleibt und was weg kann, beginnt die körperliche Arbeit. Sachen für die Familie werden umgezogen, brauchbare Dinge können in ein Secondhand-Kaufhaus (kringloopwinkel) oder an eine gemeinnützige Organisation gehen, und der Rest kommt zum Wertstoffhof (milieustraat) oder wird abtransportiert. Plane das nicht zu knapp: Eine komplett eingerichtete Wohnung leer zu räumen dauert länger, als die meisten denken.

Möchtest du das lieber nicht selbst machen, oder wohnst du weit weg, kann GD Verhuisbedrijf bei der Wohnungsauflösung helfen. Du besprichst vorher, was mit den Sachen passieren soll, sodass du selbst bestimmst, was aufbewahrt wird.

Häufige Fragen

Wie schnell muss eine Mietwohnung nach einem Todesfall leer sein?

Das hängt von der Kündigungsfrist ab, die der Vermieter anwendet. Viele Wohnungsbaugesellschaften haben bei einem Todesfall eine kürzere Frist. Frag den Vermieter direkt nach dem Datum, an dem die Wohnung leer und übergeben sein muss.

Darf ich schon Sachen mitnehmen, bevor das Erbe geregelt ist?

Sei damit vorsichtig. Sachen mitzunehmen oder zu verkaufen kann als Annahme des Erbes gewertet werden, einschließlich eventueller Schulden. Lass dich im Zweifel zuerst von einem Notar beraten.

Wer zahlt die Kosten für die Räumung?

Meist werden diese Kosten aus dem Nachlass bezahlt. Ist wenig oder kein Geld da, besprich mit dem Notar, wie man am besten vorgeht.

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