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Mietwohnung übergeben: Was musst du tun?

Mietwohnung ohne Stress übergeben: was du mit Tapete, Farbe und Löchern machst und wie Vorabnahme und Endabnahme ablaufen.

Muur wordt wit geverfd met een verfroller

Bei der Übergabe deiner Mietwohnung willst du vor allem eins: deine Kaution zurück und keine Rechnung hinterher. Das klappt am besten, wenn du weißt, was der Vermieter erwartet, und rechtzeitig damit anfängst. Hier liest du, wie die Übergabe in den Niederlanden meist abläuft, von der Kündigung bis zur Endabnahme.

Fang bei deinem Mietvertrag und dem Übergabeprotokoll an

Nimm zuerst deinen Mietvertrag zur Hand und, falls vorhanden, das Protokoll oder die Fotos vom Einzug. Die Grundregel im Gesetz lautet: Du gibst die Wohnung in dem Zustand zurück, in dem du sie bekommen hast. Normale Abnutzung musst du nicht beheben: Ein Boden, der nach zehn Jahren etwas matter ist, oder verblasste Farbe neben einem Fenster fallen darunter. Schäden, die du selbst verursacht hast, dagegen schon.

Hast du beim Einzug keine Beschreibung der Wohnung bekommen? Dann geht das Gesetz davon aus, dass du die Wohnung in gutem Zustand erhalten hast. Umso wichtiger ist es, beim Auszug selbst Fotos zu machen.

Rechtzeitig kündigen

Kündige schriftlich und bitte um eine Bestätigung. Für Mieter entspricht die Kündigungsfrist bei Wohnraum dem Zahlungszeitraum, meist einem Monat, und ist nie länger als drei Monate. In deinem Vertrag steht, was für dich gilt. Nach deiner Kündigung meldet sich der Vermieter oder die Wohnungsbaugesellschaft (woningcorporatie), um eine Vorabnahme zu vereinbaren.

Die Vorabnahme: deine To-do-Liste

Bei der Vorabnahme geht jemand vom Vermieter ein paar Wochen vor dem Enddatum mit dir durch die Wohnung. Du erfährst dann, was du reparieren oder entfernen musst und was bleiben darf. Lass dir das schriftlich oder per E-Mail geben, damit du bei der Endabnahme keine Überraschungen erlebst.

Frag bei der Vorabnahme auch, ob der neue Mieter Sachen übernehmen möchte, zum Beispiel Bodenbelag, Gardinen oder einen selbst eingebauten Schrank. Manche Vermieter regeln das über ein Übernahmeformular. Ohne Zustimmung des Vermieters musst du es meist trotzdem entfernen.

Was du oft tun musst

Die Regeln sind je nach Vermieter verschieden, aber diese Punkte kommen fast immer vor:

  • Eigene Umbauten rückgängig machen. Hast du eine Wand eingezogen, eine Küche ausgetauscht oder Laminat verlegt, ohne Absprache, dass es bleiben darf, erwartet der Vermieter oft, dass du es entfernst.
  • Tapete. Bei vielen Wohnungsbaugesellschaften muss die Tapete runter, oder zumindest Tapete in knalligen Farben, Vinyl- oder Glasfasertapete. Andere akzeptieren saubere, helle Wände. Frag nach.
  • Streichen. Dunkle oder auffällige Farben musst du oft wieder in eine helle, neutrale Farbe zurückversetzen. Streich dann deckend, damit die alte Farbe nicht durchscheint.
  • Löcher in Wänden. Dübel raus und Löcher sauber mit Spachtelmasse schließen, glatt schleifen und ausbessern. Manche Vermieter akzeptieren eine normale Anzahl Dübellöcher, andere nicht.
  • Bodenbelag. Eigener Bodenbelag muss meist raus, einschließlich Kleberesten und Klebestreifen.
  • Putzen. Küche, Sanitärbereich, Fenster, Fensterrahmen und Boden. Vergiss die Dunstabzugshaube, den Filter der Lüftungsanlage und den Abstellraum nicht.
  • Garten und Balkon. Unkraut weg, Rasen gemäht, eigene Gartenhäuschen oder Fliesen nur liegen lassen, wenn das vereinbart ist.

Plane die Arbeiten rund um deinen Umzug

Der Fehler, den viele machen: Sie ziehen zuerst um und denken erst danach an die Übergabe. Dann stehst du streichend in einem leeren Haus, während das neue voller Kartons steht. Wenn es für dich passt, plane ein paar Tage zwischen Umzugstag und Enddatum ein. Leere Zimmer lassen sich viel leichter streichen und putzen. Wirf Sachen, die du nicht mitnimmst, schon vor dem Umzug weg, siehe auch Ausmisten vor dem Umzug.

Die Endabnahme und die Schlüsselübergabe

Bei der Endabnahme prüft der Vermieter, ob alles erledigt ist, was bei der Vorabnahme vereinbart wurde. Ist das der Fall, unterschreibt ihr gemeinsam das Übergabeprotokoll und du gibst alle Schlüssel ab, auch die für Abstellraum, Briefkasten und eventuelle Chipkarten.

  1. Lies das Protokoll gründlich, bevor du unterschreibst. Bist du mit etwas nicht einverstanden, lass das vermerken.
  2. Mach selbst Fotos von jedem Raum, mit Datum.
  3. Notiere die Zählerstände von Gas, Wasser und Strom und mach ein Foto davon.
  4. Frag, wann du die Kaution zurückbekommst und ob Kosten einbehalten werden.

Wird Geld einbehalten, muss der Vermieter zeigen können, wofür. Kommt ihr nicht zu einer Einigung, findest du beim Juridisch Loket (kostenlose Rechtsauskunft) und bei der Huurcommissie (niederländische Mietschlichtungsstelle) Informationen über deine Rechte.

Hilfe beim Umzug selbst

Sind deine Sachen rechtzeitig aus der alten Wohnung, hast du die Hände frei für die Übergabe. Frag über den kostenlosen Umzugscheck nach, wie GD Verhuisbedrijf deinen Umzug angehen kann. Nutz außerdem die Umzugscheckliste, um Kündigung und Abnahmen in deine Planung aufzunehmen.

Häufige Fragen

Muss ich meine Mietwohnung beim Auszug immer weiß streichen?

Nicht immer. Viele Vermieter verlangen helle, neutrale Farben, aber nicht unbedingt Weiß. Was für dich gilt, erfährst du bei der Vorabnahme oder liest du in den Übergabebedingungen.

Was passiert, wenn ich bei der Vorabnahme nicht dabei bin?

Dann verpasst du die Gelegenheit zu erfahren, was zu tun ist. Der Vermieter kann bei der Endabnahme dann trotzdem Reparaturen verlangen oder die Kosten berechnen. Leg den Termin also auf einen Zeitpunkt, an dem du selbst kannst.

Darf der Vermieter Kosten für normale Abnutzung berechnen?

Nein, normale Abnutzung durch gewöhnlichen Gebrauch geht zulasten des Vermieters. Schäden, die du selbst verursacht hast, und eigene Umbauten, die du nicht rückgängig gemacht hast, dürfen dagegen berechnet werden.

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