Alles, was du nicht mehr benutzt, musst du auch nicht einpacken, schleppen und im neuen Zuhause wieder unterbringen. Ausmisten vor dem Umzug spart Kartons, Zeit und Platz im Umzugswagen. Und du startest frisch in deinem neuen Zuhause.
Fang früh an, und fang klein an
Ausmisten dauert länger, als du denkst. Fang sechs bis acht Wochen vor dem Umzug an, und zwar dort, wo du am seltensten bist: Dachboden, Schuppen, Garage und der Schrank unter der Treppe. Dort steht oft das meiste, was seit Jahren nicht benutzt wurde. Arbeite Raum für Raum und mach einen Raum erst ganz fertig, bevor du zum nächsten gehst.
Arbeite mit vier Stapeln
Stell in jedem Raum vier Kartons oder Bereiche auf:
- Mitnehmen: Sachen, die du benutzt und für die im neuen Zuhause Platz ist.
- Verkaufen: Sachen in gutem Zustand, die noch etwas wert sind.
- Verschenken: brauchbar, aber den Aufwand des Verkaufens nicht wert.
- Weg: kaputt, abgenutzt oder nicht mehr zu gebrauchen.
Bist du dir bei etwas unsicher? Frag dich, ob du es im letzten Jahr benutzt hast. Wenn nicht, kann es meist weg. Ausnahmen sind Sachen mit einer klaren Saison, etwa der Weihnachtsschmuck oder die Campingausrüstung.
Was meist weg kann
- Kleidung, die du seit einem Jahr nicht getragen hast;
- doppelte Küchensachen, einzelne Deckel und Plastikdosen ohne Deckel;
- alte Kabel, Ladegeräte und Geräte, die nicht mehr funktionieren;
- abgelaufene Medikamente und Kosmetik;
- Zeitschriften, alte Bedienungsanleitungen und Papiere, die du nicht aufbewahren musst;
- halbleere Farbdosen und Reste von Putzmitteln.
Vorsicht bei Farbe, Chemikalien, Batterien und Medikamenten. Die gehören nicht in den normalen Müll. Farbe und Sondermüll gibst du am Wertstoffhof (milieustraat) oder an der Sammelstelle deiner Gemeinde ab. Batterien kannst du in die Sammelbox im Supermarkt werfen, Medikamente in der Apotheke abgeben.
Verkaufen
Möbel, Geräte, Fahrräder und Spielzeug in gutem Zustand kannst du online über bekannte Second-Hand-Plattformen oder lokale Verkaufsgruppen verkaufen. Stell sie rechtzeitig ein, denn das Verkaufen dauert manchmal länger, als du hoffst. Vereinbare, dass Käufer selbst abholen, und schreib in deine Anzeige den letzten Abholtermin. Dann weißt du sicher, dass alles vor dem Umzugstag aus dem Haus ist.
Verschenken und das Secondhand-Kaufhaus
Was sich nicht verkauft, aber noch brauchbar ist, kann ins Secondhand-Kaufhaus (kringloopwinkel). Viele dieser Läden holen größere Sachen auch ab, aber oft mit Wartezeit und nur, wenn sie in gutem Zustand sind. Ruf also rechtzeitig an. Kleidung und Textilien kannst du in den Altkleidercontainer geben, und manche Viertel haben einen Verschenkschrank oder eine Gruppe, in der du Sachen kostenlos anbietest.
Sperrmüll
Was wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist, etwa ein kaputtes Sofa oder eine alte Matratze, kommt als Sperrmüll weg. Du kannst es selbst zum Wertstoffhof bringen oder über die Gemeinde abholen lassen. Wie das funktioniert und was es kostet, ist je nach Gemeinde verschieden. Schau also auf der Website deiner Gemeinde oder deines Entsorgers nach und vereinbare rechtzeitig einen Termin, damit der Abholtag nicht nach deinem Umzug liegt.
Papiere sortieren
Nutz den Umzug, um deine Unterlagen auszumisten. Bewahre auf, was du aufbewahren musst, etwa Steuererklärungen, deinen Kauf- oder Mietvertrag, Versicherungspolicen und Garantiebelege von Sachen, die du noch hast. Alte Kontoauszüge und Papiere mit persönlichen Daten wirfst du nicht einfach ins Altpapier: Zerreiß sie oder nimm einen Aktenvernichter.
Rechtzeitig fertig
Plane das Ausmisten so, dass die letzte Woche vor dem Umzug frei zum Einpacken ist. Was dann noch auf dem "Weg"-Stapel steht, bringst du sofort weg. So nimmst du nur mit, was du wirklich haben willst, und siehst gleich, wie viele Kartons du brauchst.
Willst du wissen, wie viel Platz deine Sachen nach dem Ausmisten einnehmen? Beim kostenlosen Umzugscheck machen wir gemeinsam eine Einschätzung.
