Nach vielen Jahren im selben Haus ziehen deine Eltern, oder du selbst, in etwas Kleineres. Eine Etagenwohnung, eine Seniorenwohnung oder ein Zimmer in einer Senioreneinrichtung. So ein Umzug ist mehr als Kartons: Ein ganzes Leben zieht vorbei. Mit einem ruhigen Vorgehen bleibt es überschaubar.
Fang rechtzeitig an
Ein Seniorenumzug klappt besser in kleinen Schritten als in ein paar hektischen Wochen. Fang wenn möglich ein paar Monate vorher an. Arbeite Raum für Raum oder Schrank für Schrank und vereinbart kurze Einheiten. Zwei Stunden am Stück reichen oft. Wer müde wird, trifft keine guten Entscheidungen mehr.
Wisse, wie viel Platz da ist
Lass dir einen Grundriss der neuen Wohnung mit Maßen geben. Dann siehst du genau, wie viel Wandfläche es für einen Schrank gibt und ob der Esstisch passt. Manche zeichnen die Zimmer auf Karopapier nach und schneiden die Möbel maßstabsgetreu aus. Das wirkt umständlich, verhindert aber, dass ein geliebter Schrank am Umzugstag nicht passt.
Mach auf dieser Grundlage eine Liste von dem, was mitkommt. Alles, was nicht auf der Liste steht, bekommt später eine andere Bestimmung.
Auswählen, was mitkommt
Das ist der schwierigste Teil. An Sachen hängen Erinnerungen, und das darf auch so sein. Ein paar Dinge, die helfen:
- Fang in einem Raum mit wenig emotionalem Wert an, etwa Schuppen, Dachboden oder Küche.
- Frag bei jedem Stück: Benutze ich es, und habe ich im neuen Zuhause Platz dafür?
- Such aus Sammlungen ein paar schöne Stücke aus, statt alles zu behalten.
- Mach Fotos von Sachen, die wegkommen, aber eine Bedeutung haben.
- Lass die Bewohnerin oder den Bewohner selbst entscheiden. Mitdenken ist gut, übernehmen nicht.
Was machst du mit dem Rest?
Biete Kindern und Enkeln zuerst an, was sie gern haben möchten. Für viele ältere Menschen fühlt es sich gut an, wenn ein Schrank oder Geschirr in der Familie bleibt. Was dann übrig bleibt, kann ins Secondhand-Kaufhaus (kringloop), verkauft werden oder als Sperrmüll weg. Sprecht in der Familie ab, wer was abholt und bis wann, damit nichts liegen bleibt.
Papiere und wichtige Sachen
Sammle Reisepass, Bankkarten, Versicherungspolicen, Medikamente und den Medikamentenplan in einer Mappe oder Tasche, die die Bewohnerin oder der Bewohner selbst bei sich behält. Sorg auch dafür, dass Hausarzt, Apotheke und ein eventueller ambulanter Pflegedienst die neue Adresse kennen, und ab welchem Datum. Zieht jemand in eine andere Gemeinde, finde schon einmal heraus, welcher Hausarzt neue Patienten aufnimmt.
Der Umzugstag selbst
Ein Umzugstag ist hektisch und lang. Viele Senioren finden es angenehm, an diesem Tag nicht im alten Haus zu sein, sondern bei der Familie, und erst am späten Nachmittag im neuen Zuhause anzukommen. Dann stehen die Möbel schon an ihrem Platz und das Bett ist bezogen.
Richte die neue Wohnung so weit wie möglich wie die alte ein. Derselbe Sessel am Fenster, die Fotos an einem ähnlichen Platz, die Uhr an der Wand. So wird das neue Zuhause schneller vertraut.
Nach dem Umzug
Schau in den ersten Wochen regelmäßig vorbei. Hilf dabei, den Supermarkt, die Bushaltestelle und die nächste Apotheke zu finden. Und prüft gemeinsam, ob alles an einem praktischen Platz steht: Ein oft benutzter Topf gehört nicht in den obersten Schrank.
Das alte Haus muss danach oft noch leer und sauber übergeben werden. Plane dafür extra Zeit ein, damit es nicht am Umzugstag selbst passieren muss.
Hilfe holen
Du musst nicht alles selbst machen. Ein Umzugsunternehmen kann einpacken, Möbel ab- und aufbauen und das alte Haus leer räumen. Das erspart der Familie viel Schlepperei und schafft Raum für die Dinge, die wirklich zählen: gemeinsam entscheiden und füreinander da sein.
Willst du wissen, was wir dabei tun können? Fordere den kostenlosen Umzugscheck an, dann kommen wir vorbei und überlegen mit dir.
